Bereits 1430 begann die Herrschaft des Geschlechts derer
von Lindenau und bis 1802 bestimmte diese Familie hier die
Geschicke des Ortes Machern.
Der letzte Reichsgraf, Carl Heinrich August von Lindenau,
inspiriert von seinen zahlreichen Reisen ins Ausland, legte Ende
des 18. Jahrhunderts diese Gartenanlagen im englischen Stil an.
Die von dem Gartenarchitekten E.W. Glasewald entworfenen
Gartengebäude, die Pyramide, der Hygiea - Tempel oder die
imposante Ruine der Ritterburg, spiegeln die „Zeit der Empfindsamkeit"
und der „Aufklärung" eindrucksvoll wieder und geben der Anlage
ihr unverwechselbares Gepräge.
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Als der letzte Besitzer des Schlosses - eine Leipziger
Kaufmannsfamilie - 1946 das Schloß verlassen mußte, ging das Schloß
in Gemeindeeigentum über. Kulturhaus, Gaststätte und
Wohnungen wurden eingebaut und vom Gemeindeamt und der
Dorfschule genutzt.
1981 vernichtete ein Brand den Dachstuhl im Ostflügel und auch der „Zahn der Zeit" nagte
an dem einstmals so prachtvollen Gebäude.
1982 begann man schrittweise mit der denkmalpflegerischen
Rekonstruktion und nach der Wende, 1990, wurde es mit öffentlichen
Mitteln aufwendig restauriert. So zeigt es sich heute in neuem Glanz
und verkörpert somit auch ein Stück gewachsene wirtschaftliche und
kulturelle Entwicklung in Sachsen.
Das Schloß dient heute als eine Stätte der Begegnung, in der
regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Theater, Konzerte und
Ausstellungen, aber auch Tagungen, Seminare und Familienfeiern
stattfinden. Nicht zuletzt hat sich das Schloß, durch das in der
historischen Ritterstube befindliche Standesamt, auch einen Namen
als romantisches Hochzeitsschloß
gemacht.
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